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GSC - Gay Summit Club Allgäu



GSC-Filmfest 2017



Liebe Filmfestfreundinnen und -freunde, ein wunderbares Filmfest liegt hinter uns.

Das haben jedenfalls nicht nur wir als Veranstalter so empfunden, das kam auch vielfach von Euch an uns zurück. Tausend Dank für das tolle Feedback! Und auch wenn rund 9 Stunden Programm ja nicht gerade wenig sind, dann hat man doch den Eindruck, dass die Zeit wieder viel zu schnell vorbei war.

Ein Dank gilt unserem begeisterungsfähigen und diszipliniertem Publikum: Ihr seid toll mitgegangen, mit Lachen und Szenenapplaus, aber auch mit einer Konzentriertheit, dass es zeitweise muxmäuschenstill war im Saal und Ihr seid ohne die gute Laune zu verlieren geduldig am Kuchenbuffet oder der Essenausgabe angestanden.

Daran schließt sich gleich der Dank für's bewährte Personal an, das wieder sein Bestes gegeben hat, um über 200 Gäste so zügig wie möglich zu bedienen oder nach der Tortenschlacht hiner den Kulissen bienenfleißig aufgeräumt und gespült hat.


Damit Ihr noch ein wenig in Gedanken an das große "Familienfest" schwelgen könnt, haben wir für Euch wie jedes Jahr eine Reihe von Bildern hier eingestellt. So könnt Ihr das Filmfest nocheinmal Revue passieren lassen.

Grad schee war's! Bis zum nächsten Jahr...




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Vergangene Filmfeste


Rückblick auf das Filmfest 2016 und mehr



Fotogalerie der bisherigen Filmfeste

Vielen Dank an die Mindelheimer Zeitung.


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Wir sind sehr glücklich, Euch mit Hilfe von Martin Wolkner vom Filmfest homochrom zum Auftakt eine höchst unterhaltsame Doku über Panti Bliss, Irlands bekannteste Dragqueen, präsentieren zu können. Der Film war Gewinner des homochrom-Publikumspreises mit der Traumnote 1,3.

Queen of Ireland
IRL 2015, 86 Min., OmdU

Rory O'Neill stammt aus einer kleinen irischen Marktgemeinde und fühlte sich schon immer anders. Es zog ihn in die Großstädte. Aber seine Drag-Figur Panti Bliss, nach eigener Einschätzung "eine gigantische Cartoon-Frau", wurde nicht etwa in Dublin geboren, sondern im weit entfernten Japan. Er blieb fünf Jahre in Asien und ging mit Cyndi Lauper auf Tour. Als Rory 1995 nach Dublin zurückkehrte, sprach er ganz offen im irischen Radio über seine HIV-Infektion. Von 1996 bis 2012 moderierte Panti den Alternativ-Miss-Irland-Schönheitswettbewerb, spielte Theater und eröffnete 2007 die Pantibar. Erste weltweite Aufmerksamkeit bekam eine bewegende Rede Pantis im Abby Theatre. Aber ihr größter Moment kam mit dem historischen Homoehe-Referendum, für das sie in erster Reihe stand.
Filmemacher Conor Horgan folgte Panti, die zu Recht als nationales Kulturgut Irlands bezeichnet wird, fünf Jahre lang. Das Ergebnis ist nicht nur ein persönliches und sehr unterhaltsames Porträt, sondern zugleich ein Dokument über den Wandel in der irischen Gesellschaft, an dem Rory alias Panti einen nicht unwesentlichen Anteil hat. Und wer sie erlebt, versteht, warum sie seit 20 Jahren so beliebt ist. Rory/Panti versprüht Optimismus und ist im Kampf um Gleichberechtigung und Akzeptanz ein sehr eloquenter Redner: gewitzt und selbstironisch.
Wir sind sicher, diese facettenreiche Doku, nach Köln, Dortmund und im Programm der Berlinale nun erstmals im süddeutschen Raum zu sehen, wird Euch hervorragend amüsieren.



Das Kernstück unseres Programms wird zweifelsohne:
"God's Own Country", UK 2017, 104 Min., OmdU

Wir haben den Film gesehen und waren sofort beeindruckt von dem Sog, mit dem uns die Figuren in ihre Geschichte hineinziehen, wenn auch manche Bilder durchaus hart, roh und ungeschminkt rüberkommen. Das Leben des 24-jährigen Johnny ist karg und einsam. Er wohnt und arbeitet auf der abgelegenen Schafsfarm seiner Familie im Norden Englands. Zwischen ihm, seinem kranken Vater und der stoischen Großmutter fallen nur wenige, grobe Worte. Um seine Frustration zu betäuben, betrinkt er sich jeden Abend im nahe gelegenen Pub, hat ab und zu unverbindlichen Sex mit jungen Männern und gibt den kalten Kotzbrocken. Als im Frühjahr der gleichaltrige Saisonarbeiter Gheorghe aus Rumänien auf die Farm kommt, ist Johnny zunächst misstrauisch und mürrisch. Doch je mehr Zeit die beiden jungen Männer während der schweren Farmarbeit miteinander verbringen, desto intensiver wird ihre Anziehung. Aus flüchtigen Blicken und Gesten werden Berührungen, bis sie in der Abgeschiedenheit eines Camps in den Hochmooren das erste Mal Sex miteinander haben. Johnny begehrt Gheorghe nicht nur körperlich, er fühlt bei ihm auch eine Geborgenheit, die er zuvor nicht kannte. Doch Gheorghe will auf Dauer keine Heimlichkeiten, will dass Johnny vor der Familie und in der Öffentlichkeit zu ihm steht. Ansonsten hat die Beziehung für ihn keine Zukunft...

Regisseur Francis Lee hat sein raues Regiedebüt in der eigenen Heimat gedreht: der ehemaligen Grafschaft Yorkshire, die Engländer aufgrund ihrer archaischen Landschaft auch „God’s Own Country“ nennen. Inmitten einer unwirtlichen Natur, die als Abbild der anfänglichen Isolation seiner Figuren dient, erzählt Lee in realistischen Bildern von harscher Schönheit die packende Geschichte einer sexuellen und emotionalen Erweckung – und die Geschichte einer gewaltigen Liebe!

GOD’S OWN COUNTRY hatte seine Weltpremiere in Sundance, wo der Film mit dem Regiepreis ausgezeichnet wurde. Es folgten zahlreiche weitere Festivalauftritte und Auszeichnungen, u.a. im Panorama der Berlinale (Preis der Männer“-LeserInnen-Jury), dem Edinburgh Film Festival (Preis für den Besten Britischen Film) und dem Frameline Film Festival in San Francisco (Publikumspreis).


Zum Abschluss wie immer eher heitere, leichte aber nicht seichte Kost:
"A Holy Mess - Eine schöne Bescherung", Schweden 2015, deutsche Synchronfassung, 108 Min.

Diese Komödie ließ die Schweden in Scharen in die heimischen Kinos strömen. Letztes Jahr wurde die Synchronisierung des bereits in unserem Programm angekündigten Films nicht rechtzeitig fertig. Aber wir wären schlecht beraten, wenn wir Euch diesen temporeichen, turbulenten Kassenhit trotz einem Jahr Verspätung nun vorenthalten würden: Ein heiliges Durcheinander ist eigentlich vorprogrammiert, als Oscar, sein Lebenspartner Simon und die gemeinsame Freundin Cissi sich entschließen, ihre gesamte, leicht homophobe Familie über die Weihnachtsfeiertage zu sich nach Hause zu holen. Die drei haben vor Kurzem zusammen ein Haus gekauft und sind noch beim Renovieren. Vor allem das Kinderzimmer soll möglichst bald fertig werden, denn Cissi ist im neunten Monat schwanger. Keiner der angereisten Verwandten wußte von der Schwangerschaft, schon gar nicht, wer denn nun eigentlich der Vater ist. Simon oder Oscar? Um ihr Geheimnis zu offenbaren, muss erst die adventliche Zeit der Versöhnung und Toleranz die gesamte Großfamilie zusammenbringen. Jetzt wird sich zeigen, wie tolerant die ach so toleranten Schweden wirklich sind. Aber gerade zum Fest der Liebe will doch schließlich jeder das Richtige tun. Ob das immer gelingt ist eine andere Frage...




Das waren unsere Filme 2017: